Gedichtsanalyse: „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff
In dem Gedicht „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff wird eine Nacht mit sternenklarem Himmel beschrieben in dem sich das lyrische Ich verloren hat.
Das Gedicht ist in 3 Strophen a 4 Versen gegliedert.
Inhalt:
In der ersten Strophe wird der Übergang von Himmel und Erde beschrieben. Durch die Dunkelheit sehen beide gleich aus. Es wird geschildert das die Erde durch die Blüten schimmert (die wahrscheinlich durch den Mond beleuchtet werden – Titel: Mondnacht).
In der zweiten Strophe wird dann nochmal ins Detail zur Erde gegangen, es werden die Felder beschrieben und die Wälder die leise im Wind rauschten und wogten. Die Nacht war sehr klar.
In der letzten Strophe wird beschrieben wie sich das lyrische Ich letztendlich in dieser wunderschönen Nacht verliert und sich fühlt als würde seine Seele durch die Luft fliegen zu dem Ort an den sie gehört.
Die Strophen des Gedichts sind im Kreuzreim-Schema geschrieben wobei jeweils der erste und dritte Vers weiblich und der zweite und vierte Vers beide männlich sind.
Sprache:
In der ersten Strophe erkennt man deutlich eine Personifikation des Himmels. Es wird durch bildliche Sprache ausgedrückt das er die Erde küsst. In Wirklichkeit wird damit wahrscheinlich (wie bereits oben erwähnt) gemeint sein das durch die Dunkelheit Himmel und Erde farblich ineinander übergehen. Die Erde wird nur noch (wie bereits oben erwähnt) durch das schimmern der Blütenblätter erhellt. An dieser Stelle ist eindeutig ein Neologismus angewandt worden wodurch das schimmern der Blüten durch das Mondlicht einfach „Blütenschimmer“ genannt wird.
In der zweiten Strophe fällt sofort der Parallelismus zwischen den ersten beiden Strophen auf :„Die Luft ging durch die Felder“ und „Die Ähren wogten sacht“. Das wogen der Ähren ensteht durch den Luftzug der im ersten Vers beschrieben wird jedoch existiert keine direkte Verbindung zu der Luft. Der zweite Teil der Strophe ergibt keinen logischen Zusammenhang: „rauscht leis’“ ↔ „so sternklar war die nacht“. Dies ist eindeutig eine Inversion.
In der letzten Strophe kommt wieder direkt die bildliche Sprache zum vorscheinen wobei ich nicht genau sagen kann was damit gemeint ist ausser das etwas oder jemand nach Hause zurück kehrt. Wahrscheinlich ist damit gemeint das das lyrische Ich zu dem Ort zurückkehrt zu dem es eigentlich gehört.
Fazit:
Insgesamt fand ich das Gedicht relativ gut da es sehr schön eine klare Mondnacht beschreibt. Das Gedicht wirkt ein wenig wie eine Lied-Strophe zu der eigentlich jede Melodie passen würde jedoch eine ruhige angenehme Melodie angemessen wäre.
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Peter82


